Wo Backtests lügen 2026: 7 Punkte, bevor ihr der Kurve glaubt
These: Eine Equity-Kurve ohne diese sieben Checks ist Marketing, kein Test. Das ist ein Bau-Raster für eure Messung — keine Strategie, keine Rendite, keine Empfehlung, irgendetwas zu handeln.
Quelle der Methode: intern dokumentiertes Regelwerk zur Strategie-Prüfung (Stand 19.09.2026, Steering Quant). Keine Live-Zahlen, keine Setups zum Nachhandeln.
01
Hypothesen-Karte vor dem ersten Backtest
Ohne schriftliche These, Falsifikation und Kostenquelle ist jede Kurve nachträglich erfunden. Der Test darf die Geschichte nicht erst schreiben.
02
Entry und Exit getrennt
Zehn Exit-Varianten auf demselben Einstiegsstrom beweisen den Entry nicht. Erst klären, ob der Einstieg allein eine Verteilung hat — dann Exit darauf setzen.
03
Kosten als Verteilung, nicht als Wunsch
Ein geratener konstanter Spread ist kein Kostenmodell. Gemessen wird Spread, Slippage und Kommission mit Quelle und Quantilen — sonst rechnet ihr Papier, das der Markt nicht hergibt.
04
Drift und Regime
In einem langen Aufwärtstrend „gewinnen die Buys“ ist oft die Drift, nicht euer Edge. Gleiche Exposition gegen eine Baseline, getrennte Regime — sonst ist der Bullenmarkt euer Trainer.
05
Tage und Regime, nicht Trade-Zählung
Zwanzig Trades am selben Vormittag sind keine zwanzig unabhängigen Beweise. Wer in Trades zählt, überschätzt die Stichprobe.
06
Holdout und Mehrfachtests
„Bestes von N“ ohne ungesehenen Block ist ein Schönheitswettbewerb. Holdout vorher festlegen, einmal öffnen, Varianten zählen.
07
Plateau, Vol-Einheiten, Negativ-Register
Ein Punkt im Parameterraum, der nur dort trägt, ist Zufall. Feste Dollar-Stops über wechselnde Volatilität ebenfalls. Verworfene Thesen gehören ins Register — sonst „entdeckt“ ihr sie nächstes Quartal neu.
Grenze
Wir sagen nicht, welches System ihr testen sollt. Nächster Schritt: diese sieben Punkte an euren letzten Backtest legen — oder Trading-Bot in Schichten 2026.